LAG Mädchenpolitik in Hessen e.V.
LAG Mädchenpolitik in Hessen e.V.

Vorstand

Linda Kagerbauer

Momentan 30 Jahre alt, überzeugte Feministin und Netzwerkerin! Tätig als freiberufliche Diplom Sozialpädagogin in Fort- und Weiterbildung zu Themen rund um die feministische Mädchenarbeit/Mädchenpolitik, Lehrbeauftrage sowie Promotionsstudentin. Im Rahmen meiner Dissertation befasse ich mich mit der "Rekonstruktion politischer Selbstverständnisse der feministischen Mädchenarbeit unter Einfluss neoliberaler Diskursstrategien". Mit Hilfe dieser Forschung trage ich aktiv zu einer Repolitisierung feministischer Mädchenarbeit bei, die sich kritisch mit der Figur der "Alphamädchen" auseinandersetzt und ihre Legitimation über ein politisches, kritisches und damit feministisches Mandat bezieht. 

Dieses Wissen setze und bringe ich aktiv in die Arbeit der LAG ein und bemühe mich, um eine dialogische Vermittlung zwischen Praxis – Theorie - Politik. Ich glaube nämlich daran, dass dieser Dialog ein zentraler Bestandteil feministischer Mädchenarbeit sein muss. Ebenso wie der Dialog der Generationen, der ein weiteres, wichtiges Arbeits- und Denkfeld für mich darstellt.

So habe ich beispielsweise zusammen mit anderen Kolleg_innen das ju_fem_netz gegründet: Ein Netzwerk für junge Feministinnen innerhalb und außerhalb der Mädchenarbeit, das sich als kritischer Denkraum und Vernetzung versteht. Mehr dazu ja hier im Themenheft. Darüber hinaus bin ich aktiv im raum_in, einem Raum/Bibliothek für FrauenLesbenMädchenTransgender Bibliothe in Darmstadt.

Die LAG ist für mich ein ganz wichtiger Ort, um Vernetzung, Solidarität und Politik unter und mit verschiedenen Expert_innen zu ermöglichen und zu gestalten, indem wir uns in herrschende Diskurse einmischen, Gegenöffentlichkeiten schaffen und in Form der Fachbroschüre publizieren, Fachveranstaltungen organisieren und Netzwerke etablieren. Ich genieße die autonome Arbeitsform, den Kontakt mit den Fachfrauen, Kolleg_innen daher sehr und empfinde unsere intergenerative sowie vielfältige Vorstandsbesetzung als sehr bereichernd. „Mädchenarbeit ist für mich mehr als die Arbeit mit Mädchen“ und mein Engagement in der LAG somit die Einlösung meiner feministischen, kritischen Haltung und mein Beitrag zu einer wunderbaren Form des Widerstandes!

 

 

Sinah Klockemann

Mädchenarbeit und Feminismus gehören für mich untrennbar zusammen. Warum? Ganz einfach: Der Feminismus machte mich mutiger, selbstsicherer, stärker, offener, vielfältiger, konsequenter, nachdenklicher, wütender, glücklicher – und all das und noch viel mehr möchte auch gerne den Mädchen, mit denen ich arbeite, ermöglichen!

Dies versuche ich zum Beispiel innerhalb meiner Tätigkeit als Mitarbeiterin im Verein für feministische Mädchenarbeit (FeM e.V.) in Frankfurt. Ich arbeite dort seit ca. drei Jahren im Mädchentreff und komme so ständig in Kontakt mit der alltäglichen Lebenswelt von Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren. Die enge Arbeit mit den Mädchen, aber auch die Möglichkeit Teil eines autonomen und basisdemokratisch organisierten Vereins zu sein, ist für mich immer wieder eine riesige Bereicherung.

Der Startschuss für meine Laufbahn als Mädchenarbeiterin, fiel allerdings in Marburg. Hier konnte ich 2006 bei einem Praktikum bei der Jugendförderung des Landkreises erste Erfahrungen in der außerschulischen Mädchenbildungsarbeit sammeln. Es folgten zahlreiche Wochenend- und Wochenseminare mit den Schwerpunkten Abenteuer und Erleben, Medienkompetenz und Selbstbehauptung, an die ich mich immer noch sehr gerne zurück erinnere.

Neben all der Praxis war es für mich aber auch wichtig, mich mit der wissenschaftlichen und historischen Seite von Mädchenarbeit und Feminismus zu befassen. Um mir hier eine Grundlagenbasis zu schaffen, habe ich meine Diplom-Arbeit zum Thema „Entstehung, Inhalt und Entwicklung geschlechtergerechter Jugendarbeit“ geschrieben und mich hier sowohl mit der zweiten deutschen Frauenbewegung aus den 70ern, als auch mit neueren Ansätzen wie dem Dekonstruktivismus befasst. Aus all diesen Denkrichtungen formt sich also nun so langsam mein ganz persönlicher Denk- und Handlungshorizont… und das wird wohl noch lange so weitergehen J

Feminismus ist für mich immer auch ein Teil linker Politik und deshalb ist für mich auch feministische Mädchenpolitik von enormer Wichtigkeit. Diese sehe ich zum Einen über die Vernetzung von Mädchenarbeiterinnen -im Sinne der LAG – und zum anderen über das Sichtbarmachen von feministischen Themen und deren Verknüpfung mit anderen Bereichen linker Politik, im öffentlichen Raum ermöglicht.

In diesem Sinne: „Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar“ (Astrid Lindgren) 

 

 

Christine Weiß

Feminismus gehört spätestens seit meiner Schulzeit fest zu meinem Leben und Denken. Und es freut mich sehr, dass ich dabei immer mehr Raum, Zeit und tolle Frauen in meinem Leben habe.

Auch wenn ich ursprünglich aus der Religionswissenschaft komme und auch in der Behinderten-Assistenz arbeite, bin ich inzwischen in der Medienpädagogik und in der feministischen Mädchenarbeit zu Hause. Mich interessieren Überschneidungen, Widersprüche, Subversives und die Verbindung von Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, vor allem wenn dadurch ein genauer Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse und Strukturen entsteht. Gerade in der Medienarbeit ist ein feministischer Blick eine Art „Augenöffner“, wie Medien, Macht und Bilder funktionieren. Dieser Blick macht alles spannender, klarer und hilft bei der eigenen Positionierung. Intensiv beschäftige ich mich mit den Themen Internet, dessen Potential auf gesellschaftliche Veränderungen, Chancen, Risiken und der darin enthaltenen Kreativität, Filmarbeit und Fotografie / Bildbearbeitung. Ich bearbeite diese Themen oft und gerne mit Mädchen und jungen Frauen, aber auch mit Menschen ab 3, im Kindergarten, Schulklassen, mit Lehrer_innen, Eltern und allen, die Interesse an diesen Themen haben. Als freie Medienpädagogin arbeite ich hessenweit und darüber hinaus, aber auch sehr viel und sehr gerne für Angela Schmidt für die Jugendförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Es freut mich, auch über die LAG mit so vielen spannenden, politisch aktiven und engagierten Frauen zusammenarbeiten zu können. Denn diese Vernetzung, Zusammenarbeit, Auseinandersetzung und Unterstützung halte ich für essentiell für unsere feministische Arbeit und ich bin gespannt auf die weiteren, gemeinsamen Entwicklungen. Wir sehen uns!

 

 

Anne Bönisch

Ich bin überzeugte Feministin und seit meiner Schulzeit immer mehr in diese Bezeichnung und Aufgabe hineingewachsen. Dabei verfolge ich das Ziel, die Welt mit dem was ich tue, ein bisschen mehr so zu machen, wie ich sie gern hätte - also weniger diskriminierend und viel mehr unterstützend.

 

Auf Grundlage dieser Überzeugung bin ich Lehrerin für Chemie und Geschichte an einer integrierten Gesamtschule in Gießen. Auf die LAG bin ich durch außerschulische Mädchenarbeit im Landkreis Marburg-Biedenkopf 2006 gestoßen und seitdem dabei. Mir ist es wichtig, zum einen in der konkreten Begegnung mit Mädchen und jungen Frauen Haltung zu zeigen und Reibungsfläche zu bieten, aber auch strukturell die bestehenden Ungerechtigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten zu benennen und daran aktiv weiter zu arbeiten.

 

Feministische Mädchenarbeit ist meiner Erfahrung nach oft im Zusammenhang mit freier Jugendarbeit und entsprechend engagierten Fachfrauen organisiert und erhält kaum Raum an Schulen, dabei findet dort täglich prägende Zusammenarbeit mit Mädchen statt. Abgesehen von der Arbeit einzelner engagierter Lehrerinnen fehlt eine institutionelle Verankerung und damit oft Zeit und Raum für explizit feministisches Arbeiten. Als Vorstandsfrau der LAG möchte ich eine Verknüpfung von Schule und feministischer Mädchenarbeit angehen und entsprechende Angebote mitentwickeln und -gestalten.

 

 

Katharina Avemann

Mit Freude, Leidenschaft und Energie setze ich mich für eine Gesellschaft ein, in der ein gutes Leben für alle möglich ist. Feministische Theorien und Praxen sind dabei die Grundlage meiner Haltung und das Herz meines politischen Engagements.
Ich bin mir der Verantwortung als Vorstandsfrau der LAG Mädchenpolitik in Hessen bewusst und ich freue mich auf die damit verbundenen Aufgaben und darauf, mädchenpolitische Interessen und Anliegen landesweit zu vertreten.

Derzeit lebe, liebe und arbeite ich in Frankfurt am Main. Als Mitarbeiterin des Frankfurter Zentrums für Ess-Störungen habe ich mich zur Fachfrau für Prävention und Gesundheitsförderung weitergebildet und in dieser Funktion führe ich Workshops mit Mädchen* und jungen Frauen* zu den Themen Körpergefühl und Selbstwertstärkung an Schulen, Mädchen- und Jugendeinrichtungen durch.

Ich habe an der Justus-Liebig-Universität in Gießen Sozialwissenschaften studiert, lehre zum Thema körpergewichtsbezogene Diskriminierung und leite Fortbildungen für (angehende) pädagogische Fachkräfte und (angehende) Lehrkräfte.

Ehemalige Vorstandsfrauen (unvollständig)

Angela Schmidt

Ich bin Diplompädagogin, 1958 in Berlin Neukölln geboren, habe eine erwachsene Tochter und bin seit 1973 aktiv in der Jugendarbeit tätig. Meine erste Frauen-Männergruppe gründete ich 1975 und die ersten Angebote darin, Mädchen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, unternahm ich ab 1974 in der Evangelischen Jugendarbeit. Seit 25 Jahren arbeite ich als Jugendbildungsreferentin im Landkreis Marburg-Biedenkopf, leite dort den Prozess der Weiterentwicklung von geschlechtersensibler Jugendhilfe im Fachbereich Familie, Jugend und Soziales, habe die Geschäftsführung des dortigen Mädchenarbeitskreises und bin für die Koordination zwischen dem Mädchen- und dem Jungenarbeitskreis zuständig.

Neben diesen Arbeitsschwerpunkt bin ich mit dem Themenschwerpunkt Medienkompetenz, Interkulturalität, Sozialraumorientierung tätig, engagiert und mehrfach und kontinuierlich zertifiziert bzw. qualifiziert.

Neben meiner beruflichen Arbeit für den Landkreis bin ich regelmäßig als Lehrbeauftragte an der Marburger Philipps-Universität tätig, arbeite gerne auch freiberuflich als Referentin von Fortbildungen, war 8 Jahre stellvertretende Vorsitzende im Landeskuratorium für Jugendbildung des Landes Hessen und bin derzeit für die LAG im Vorstand des Landesjugendhilfeausschusses.

Diese Erfahrung bringe ich mit aller Hingabe in meine Vorstandstätigkeit ein und verstehe diese als einen Ort, an dem Erfahrungen zwischen Generationen wachsen können. Ebenso liegt mir die Netzwerkarbeit sowie die öffentliche Vertretung der LAG am Herzen, hier bring ich meine Fachkompetenz und Freude an der Arbeit gerne und gezielt ein.

Bei allem lache ich gern und habe immer wieder Ideen, wie ich diese vielfältigen Tätigkeiten und Hobbys ganz inspirierend miteinander verbinden kann. In meiner Freizeit kann ich gut beim Arbeiten in meinem knapp 900 qm² großen Garten abschalten oder ich betätige mich künstlerisch. Ich reise sehr gerne und bin eine leidenschaftliche Camperin, ich bevorzuge dabei naturnahe Campingplätze, wie ich sie in Frankreich häufig aufspüre. Ein besonderer Genuss ist für mich das Lesen eines guten, gern etwas witzigen, gesellschaftkritischen Krimis am Strand.

Das Wichtigste im Leben ist mir das Leben in seiner wunderbaren Vielfalt täglich zu erleben, wahrzunehmen und über deren Verrücktheit herzlichst zu lachen.

Aktuelles

Das neue Mädchenpolitische Forum erscheint 2016!

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Der neue LAG Flyer ist draußen!
Hier zum Download
LAG_Folder_2015.pdf
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